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Danzig
Neptunbrunnen

Neptunbrunnen.

Die Stadt an der polnischen Ostseeküste, die in der Landessprache Gdańsk heißt, ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern und zählt mit über 460.000 Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Städten Polens. Im gesamten Ballungsraum Danzig leben mehr als 1,2 Millionen Menschen. Auch wenn die ehemalige Hansestadt durch den Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört wurde, erstrahlt sie heute im Glanz von früher. Aufwendigen Rekonstruktionen sei Dank.

Die Historie Danzigs ist allgegenwärtig. In der Altstadt sowieso, aber auch im Hafen, nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt. In der ehemaligen Lenin-Werft gründeten Arbeiter die Gewerkschaft „Solidarność“ um gegen ihre Arbeitsbedingungen zu protestieren. Die Proteste der Werftarbeiter läuteten nicht nur das Ende des Kommunismus in Polen, sondern im gesamten Ostblock ein.

Sehenswürdigkeiten

Marienkirche

Marienkirche.

Ein Besuch Danzigs ist nicht komplett, wenn man nicht in Sopot an der Ostseeküste war. In dem mondänen Seebad mit seinem klassischen, 500 Meter langen Pier werden Immobilienpreise wie in Düsseldorf verlangt. In dieser Idylle wurde Klaus Kinski geboren. Sein Geburtshaus mit einem kleinen Museum und der „Pub Kinski“ erinnern an den berühmten Sohn der Stadt.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäude erstrahlen wieder in altem Glanz, sodass das markante Krantor aus dem 15. Jahrhundert und die Marienkirche, ein gotischer Backsteinbau, allemal ein Besuch wert sind. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt auch der Neptunbrunnen. Zudem ist Danzig auch ein Zentrum des weltweiten Bernsteinhandels. Geschäfte in der ganzen Stadt verkaufen das versteinerte Harz. Es gibt sogar ein Bernsteinmuseum, das frühere und moderne Kunstwerke aus dem Material zeigt.

Highlight: Die Danziger Werft

Aus europäischer und historischer Sicht betrachtet, ist die Danziger Werft das Highlight der Stadt. Hier kam es im August 1980 zu den denkwürdigen Ereignissen, die letztendlich zum Fall der Berliner Mauer sowie den Revolutionen im Jahre 1989 führte, die die Teilung des Kontinents durch den „Eisernen Vorhang“ beendete.

Kulinarisches

Auch wenn Polen zu den Ländern mit dem höchsten Fleischkonsum weltweit gehört und sich insbesondere Schweinefleisch landesweit großer Beliebtheit erfreut, kommen Fischliebhaber nicht zu kurz. Da es in Polen sehr viele Seen und Flüsse gibt, und Danzig ohnehin die Ostsee vor der Tür hat, werden insbesondere Hering, Dorsch und Ostseelachs in verschiedenen Zubereitungsarten serviert. Auch Teigprodukte findet man in der polnischen Küche in allen verschiedenen Varianten. Ob als Beilage zu Fischgerichten und Suppen oder als eigenständige Speise, wie die beliebten Teigtaschen Pierogi.

Weiterreise

Etwa zehn Kilometer von Danzig entfernt liegt die Kaschubei, ein malerisches Gebiet mit Seen und Wäldern, das sich von der Ostsee bis zur Tucheler Heide erstreckt. Sehenswert sind touristische Attraktionen, wie das Freilichtmuseum in Wdzydze Kaszubskie, das Museum für kaschubische Keramik in Chmielno und der höchste Berg in der Kaschubei, Wieżyca. Wer sich für traditionelle Fischerei interessiert, sollte der Halbinsel Hel einen Besuch abstatten.

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